Lisa Spitzer Take One

Heute haben wir Lisa Spitzer auf ihrem Hof in der verwinkelten Steiermark besucht. Und Tom war das erste Mal in seinem Leben Fotograf (in Ausbildung) mit einer Spiegelreflex Kamera!

Zur Person: Lisa Spitzer ist Pferdehalterin mit jahrelanger Erfahrung und hat unter anderem, nach der Ausbildung zur Pferdewirtin, bei Maksida Vogt gelernt. Sie schließt den Nutzen des Pferdes als Entertainmentobjekt für den Menschen aus, um ihm stattdessen einen größtmöglichen Rahmen an gesunder und gut-tuender Selbstbestimmung zu ermöglichen. Details hierzu folgen bestimmt im Film, oder können bedingt online recherchiert werden, besser noch: live besichtigt!

Bei einem ersten Gespräch waren wir schnell offen für einander. Und kamen prompt zu einer schwierigen Frage: Wie kann das Feedback derer aussehen, die sich mit ungewohnten Ideen und neuartigen Umgangsweisen gegenüber Tieren überfordert fühlen? In wie weit soll oder muss man dem entgegen kommen?

Geht man an die Öffentlichkeit, hat man eine gewisse Verantwortung mit aufkommenden Fragen umzugehen. Eine Art Rechtfertigungs-Verantwortung?

Anmerkung Lisa: Das ist ein heikles Thema zu dem ich gerne noch einen eigenen Eintrag gestalten möchte. Genauso wie zu der Frage, wie weit wir uns verantwortlich für unsere filmischen Aussagen sehen.

Aber nicht nur interessante Fragen kreuzten unseren Weg auf Lisas Hof. Auch manch vorwitzige Nase kam zum Vorschein!

Lisa ist eine wunderbare Erzählerin. Sie hat uns eine besondere Freude mit ihrer persönlichen Geschichte gemacht, bei der sich ihr Umgang mit Pferden kontinuierlich entwickelte. Bis sie sich schließlich vom eigentlichen Reiten immer mehr distanziert hatte.

Auf ihrem Hof haben die Pferde mehrere Hektar Weidefläche permanent zur Verfügung. Dazu kommt ein Dauerzugang zu Raufutter und verschiedenen Mineralien, um ihnen eine gesunde Ernährung zu ermöglichen, die sie bei entsprechendem Angebot selbst am besten kennen.

Ihre Pferde werden nicht mehr geritten, haben also im konventionellen Sinne „keinen Nutzen“. Lisa erzählte, wie sie mit ihnen spielt und wie sie auf die Angebote der Pferde eingeht. Nicht sie alleine gibt den Ton an, sondern vor allem die Tiere. Das Pferdeleben hat hier für sich selbst den größten Wert.

Danach ging das Gespräch auf der Weide schnell in Richtung Co-Selbstermächtigung. Also, wie man sich im Zusammenleben mit Pferden gegenseitig selbstermächtigt. Lisas Stute gesellte sich sofort in unsere Nähe als neugierige Zuhörerin.

Wir hatten eine Kamera dabei, haben jedoch nur fotografiert. Rückblickend: Echt schade! Denn da war dieser Moment zwischen ihr, den Pferden und ihren Worten …

Wir freuen uns schon auf unsere Rückkehr zu diesem schönen Hof.

Danke, Lisa!

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