Wer ist hier domestiziert?

Wer ist hier domestiziert? ist ein Artikel, der einige meiner Gedanken zu diesem Thema im Jahr 2018 zusammenfasst. Vielleicht erweckt es in dem/der ein oder anderen eine noch unentdeckte Neugierde für die Frage der Macht und Beeinflussung über unsere Tiere. Viel Vergnügen 🙂

„Teil 1:

Die Domestikation. Was ist das?
Der Duden sagt dazu:

„… allmähliche Umwandlung von Wildtieren in Haustiere oder von wild wachsenden Pflanzen in Kulturpflanzen durch den Menschen“

Oder zum Beispiel das Spektrum Online Lexikon zur Biologie:

Domestikation, durch Zuchtauslese erreichte Umwandlung von Wildpflanzen in Kulturpflanzen (Pflanzenzüchtung) und Wildtieren in Haustiere (Haustierwerdung). Tierzucht

Quelle: https://www.spektrum.de/lexikon/biologie-kompakt/domestikation/3203 (2019)

Momentan ist mir keine wissenschaftlichere Definition zur Hand.

Mir zeigt sich das, was durch die Domestikation geworden ist, als ein tendenziell unklares Lebensverhältnis. Unklar, da es schwer verbalisierbar und für die Mitteilung an andere nicht geeignet ist. Es ist komplex und tiefgreifend, wer hineingeboren ist, kann sich ein Leben mit anderen Werten kaum vorstellen oder seine eigene Kindheit neu schreiben und re-erleben.
Domestikation ist also auch oft schwer verständlich für jene Menschen, die in diesem Kontext leben – so divers sind neben wenigem Gleichem die Erzählungen von Freundschaften, Schlachtungen, Zuchtpraxen, Dominanz und Gegenseitigkeit mit gehaltenen Tieren.
Der/die durchschnittliche Tierhalter/in versucht sich heute von einem alten Verständnis der Domestizierung eines reinen Nutzens der tierischen Freunde abzuspalten. Gleichzeitig werden immer mehr Tiere zu seinem geschmacklichen Vergnügen getötet und ausgebeutet. Dies ist gerade im Begriff sich zu verändern, hat aber eine bislang bizarre Parallellentwicklung der Tierethik zu bedeuten. Die für „wertvolle“ und die für „nicht wertvolle“ Tiere. Auch im Umgang zählen Werte wie Natürlichkeit und Vertrauensbasis, Kommunikation und Freiheit. Sie werden immer stärker gewünscht, wo es um den Umgang mit Haustieren geht. Diese Wünsche sind oft diffus und unklar und in ihren Ansprüchen und Erwartungen ganz individuell komplex. Ein inspirierender Film oder Buch, eine Demonstration von trainierten und wilden Tieren leiten den Weg. Lediglich eines ist dabei klar: Natürlich ist es auch für jene unmöglich, die Definition der Domestikation mitzuschreiben, die nicht mit Worten sprechen. Für die Tiere selbst.

Wissen wir überhaupt, wie Tiere ihre Domestizierung empfinden? Oder das, was wir über ihre Natur erzählen? Wie sie zu der Trennung von ihren Eltern stehen, oder zu unserem Plan für ihren Nutzen und ihr Wohlergehen? Auf welche Art könnten wir sie verstehen lernen und inkludieren? – Diese Frage ist zentral für mein Anliegen, die Welt der Tiere zu bereichern.

Und obwohl die Domestikation nicht nur Tiere in Bedrängnis bringen kann, sondern auch Menschen, wenigstens in Erklärungsnot, so ist sie für manch anderes Vorhaben ideal. Wie gemacht erscheint sie, um eine(!) Version des gemeinsamen Lebenskontext zu gestalten. Ganz klar, mit Rollen, Klischees, Leistungen, Nutzen, Fütterung, Abmistung und Revanche. Und manch eine/r argumentiert dann gerne, die meisten Tiere haben sich doch absichtlich, wegen der Vorteile, in die Domestikation begeben. Als wären wir ein sicherer Hafen, in dem die Tiere endlich der grausamen Natur entkommen sind. Wir bekommen am Ende eben doch das, was wir wollen, wenn es um unsere Tiere geht. Nicht wahr?

Ansonsten verwenden wir eben Tiertrainer, Fütterungsumstellungen, neue Zuchtziele und vieles mehr. Wir arbeiten oft darauf hin, alles aus unseren Tieren heraus zu bekommen. Und auch noch ihr Glück und Vertrauen. Für uns. Oder für sie? Mit diesem verwirrenden Eindruck bleibt zurück, wer sich mit der Industrie rund um Tiere, besonders dem Tiertraining und seinen Vorbildern befasst. Aber zurück zum Ausgangspunkt: Die Domestikation, die uns hierher geführt hat. Sie bleibt etwas, mit dem wir uns beschäftigen können, um mehr über die im Hintegrund liegenden Normen und Vorgaben unserer Tier-Mensch Beziehung herauszufinden. Was hat uns beeinflusst auf dem Weg hierher? Was wird es in Zukunft sein?

Und zentral: Lässt sie, die Domestikation, neben ihrer Herrschaft noch andere Möglichkeiten zu? Andere Beziehungen, als die der Züchtenden („Ziehenden“ Geburtshelfer und später Züchter) und ihrer absoluten Entscheidungsmacht über Tod und Kastration? Über die Eignung und gewollte Performance und Denkweise der Tiere in ihren Händen? Eine andere Beziehung, als die der Halter über die Gehaltenen oder der Besitzer über ihr Gut? Kann man diese Umstände „wegdenken“ und trotzdem anders mit Tieren sein? Wie?

Bevor man diese Fragen klärt, kann man einen Blick darauf werfen, wie sehr die Domestikation eigentlich auf uns selbst zutrifft. Mehr in Teil 2.“

The Cognitive Horse

Hast Du dich jemals gewundert, was Wissenschaftler*innen im Feld Empowerment für Tiere tun?

Das Spontane Pferd, ein Artikel von Francesco De Giorgio und ein schmackhafter Appetitanreger für sein bald wieder erhältliches Buch „The Cognitive Horse“ – Welches in der zweiten Auflage „Equus Lost?“ heißen wird.

Das Spontane Pferd – Auszug aus der Arbeit eines Forschers

Werft einen Blick auf die Homepage ihrer Organisation Learning Animals.

Ich habe das Buch bereits verschlungen. Es wird bestimmt zu einem must read für alle, die frisch ins Feld Empowerment bei Pferden eindringen wollen – daher empfehle ich es vorbehaltlos. Auch wenn es immer gut ist, eigene Kritik zu haben und zu hinterfragen.

Vorwarnung: Die Schreibweise, oft wissenschaftlich, lädt ein, sich große Gedanken zu machen. Dieses Buch eröffnet Dir, speziell wenn Du eine Ausbildung als Reiter hast oder machst, die Möglichkeit auf das Pferd in unserer heutigen Welt einen neuen Blick zu werfen. Und zu hinterfragen, „was“ und „wie“ ein Pferd wirklich werden darf.

Enjoy! And take a step into a shared live : )

Eure,
Lisa

Wer braucht Spielplätze? Ziegen!

Tom erzählt seine Geschichte der Ziegen:

„Wir haben die letzten 10 Tage bei einer Familie in den spanischen Bergen gewohnt. Für die Unterkunft und Verpflegung halfen wir auf ihrem Hof aus. Lisa war die erste Zeit krank und so wurde ich allein in den kleinen Hofbetrieb eingeführt.
Der zweitälteste Sohn der Familie war übers Wochenende zu Besuch. Er zeigte mir, wie ich den Paddock sauber mache, den Tieren Futter und Wasser gebe, die Ziegen melke und so weiter. Dabei entstanden schnell lustige Gespräche: einmal meinte Bob* zu mir: „Schau, dort drüben die kleinen Ziegen!“, und tatsächlich! Es hatten sich die kleinsten drei Ziegen im Melkstall versammelt und die Köpfe zusammengesteckt. „Die reden über Weltpolitik!“.
Ich musste lachen und sagte ihm, dass es für sie bestimmt noch wichtiger sei als für uns. Denn die Welt sei für Ziegen ein viel gefährlicherer Ort als für Menschen: „Fressen Menschen wirklich Ziegen? Wo kommt all die Milch hin?“.
Nach drei Tagen Paddock-Arbeit beschloss ich, den Tieren, die dort auf sehr engem Raum leben und mich ständig begleiteten, eine kleine Veränderung zu bringen. Anfangs dachte ich dabei noch an Mannschaftssport. Wäre es nicht großartig gewesen, wenn sie in zwei Teams Fußball spielen würden? Aber wie kann ich Ziegen in sehr kurzer Zeit Fußballspielen beibringen? So grübelte ich vor mich hin!

Nach einer Woche setzte ich den Grundstein für einen Spielplatz. Lisa und ich gingen bewaffnet mit einem alten Autoreifen in den großen Pferch für die erwachsenen Ziegen, den Esel und die beiden Pferde.

Das Interesse war bescheiden. Und wenn sich der Reifen bewegte, war es ganz aus mit der Kontenance.

Im Pferch mit den jungen Zicklein und Ziegenmüttern hatten wir mit unserer Aktion mehr Glück! Die Reifen wurden als interessant eingestuft und untersucht.

Somit beschlossen wir, Löcher zu graben um die Reifen darin zur Hälfte zu versenken.

Wie wunderbar dieser kleine Spielplatz ankommen würde und welche Veränderungen er möglich machte, war uns kaum bewusst gewesen!

Das kümmerlichste, kleinste Ziegenkind wechselte binnen 2 Tagen von seinem Hobby: letargisches Herumliegen – zu einem ständigen Spieleifer. Er konnte sogar wieder Kontakt zu den größeren Ziegenkindern herstellen, die ihn vorher nicht beachteten. Einige Ziegen übten Synchron-Springen. Andere befassten sich damit, nicht hinunter zu rutschen oder zum nächsten Reifen zu hüpfen. Wurde dies erfolgreich geschafft, so folgte postwendend ein Freudensprung. Die Ziegenmütter schmollten eifersüchtig am Rand und insgesamt sank die soziale Anspannung und Aggression, die wir in dem kleinen Pferch beobachten konnten.

Als jenes kleinste Ziegenkind, kaum größer als eine junge Katze, als eines der ersten diesen Sprung von Reifen zu Reifen schaffte, katapultierte es sich mit einem wunderbaren Freudenhüpfer hinunter. Lisa und ich jubelten zugleich los und einen kurzen Moment später lief er an den Zaun um sich von uns stolz kraulen zu lassen. Es schien nicht nur ihm so zu gehen: Die Ziegenkinder gediehen unter dem Spiel und der Aufmerksamkeit so sehr, dass wir uns nur schweren Herzens von ihnen verabschieden konnten. Wissentlich, dass es nicht das einfachste Ziegenleben werden würde, das vor ihnen lag …

Ein wunderbares Beispiel, wie unheimlich gerne, gerade junge Tiere, nicht nur Spiel, sondern auch soziale Ermächtigung genießen! Wir fühlen uns so, als hätten wir eine ganze Generation Ziegenkinder näher zusammen gebracht. Und das ist richtig schön …

*Name zensiert“

Protectora Amics Dels Animals Del Segrià – Lleida

Alias: Die guten Geschichten kommen immer erst zum Schluss!

Am 23. Dezember erreichten wir die Stadt Lleida in Katalonien. Wir fuhren dorthin um ein paar Stunden in einem Internetcafé zu arbeiten. Beim Betreten der Altstadt war ich, Tom, ganz hingerissen von der Architektur und ging voraus, in irgendeine beliebige Richtung. Schauen sie, schauen sie!
Als wir einen Marktplatz erreichten, sahen wir schon von Weitem einen kleinen Stand mit einer weißen Pfote auf rotem Grund. Davor ein Mann mit einer Weihnachtsmütze. Der konnte mit seiner Spendendose ordentlich Stimmung machen!

(c) Marta Pou

Wir fragten, ob er Englisch spreche, doch er schüttelte den Kopf und wies mit dem Wort: Marta!, auf den Stand. Das war der bezaubernde Hugo gewesen, der einmal ganz mutig, und dann wieder ganz scheu sein konnte.
Mit Marta ließ es sich tatsächlich gut reden. Es entstand ein stundenlanges Gespräch und eine kleine Freundschaft, mitten in der kältesten Stadt Spaniens.

Am Nächsten Tag durften wir den Shelter besuchen, für den Hugo und Marta in jeder freien Minute neben ihrem normalen Berufsleben arbeiten. Dort lernten wir die hingebungsvolle Esther Rocafort kennen. Sie arbeitet schon seit sieben Jahren im Shelter, ebenso als Volunteer. Man merkt, dass die Tiere ihre Familie sind! Wir haben dort wunderbare Interviews geführt und wir danken von ganzem Herzen dafür!

Am Abend gingen wir noch zusammen mit Hugo und Marta essen, diskutierten über dieses und jenes. Wir drei waren freuten uns wie Kinder, als auch Hugo sich endlich traute mit uns Englisch zu sprechen. Und das, obwohl er es nicht fließend beherrscht (aber eigentlich alles versteht, wie wir vermuten!).

Bilder aus iphone Videos schneiden ist eine doofe Idee …

Nach dem Essen gingen wir zum Rauchen vor die Tür. Dort wurden dann die „richtigen“ Geschichten aufgetischt! Die Beiden wussten ja, woran wir arbeiteten und dass Empowerment eigentlich erst anfangen kann, wenn Tiere ein Zuhause, eine Familie und Basis haben. Also begann Marta uns von ihren eigenen Katzen zu erzählen und Fotos zu zeigen. Irgendwann stieß Hugo sie an und sagte etwas auf Spanisch, von dem ich bloß das Wort ‚agua‘ verstand. Beide lachten und Marta fing an von Huevo zu berichten, dem schwarzen Kater und seiner besonderen Verbindung mit Hugo. Dieser versteht den Kater Huevo auch ohne Worte sehr genau und beide haben eine ganz intensive Beziehung zueinander. Marta erzählte, dass Huevo einmal nachts um zwei Uhr vor dem Bett miaute. Scheinbar um die beiden aufzuwecken. Hugo schnellte sofort mit dem Satz hervor: „Es gibt kein Wasser mehr, er hat Durst!“ Verständlicherweise glaubte ihm Marta nicht, denn so etwas kam nie vor. Er drängte sie, aufzustehen um das Wasser aufzufüllen und fiel murrend zurück ins Bett. Sie stand auf und siehe da, Huevo hatte Durst und kein Tropfen Wasser war im Napf. Der Kater gab sofort frieden, nachdem er endlich getrunken hatte.

Es ist eine von vielen kleinen Geschichten, die uns sehr neugierig machte…

Der schwarze Kater von Hugo bestimmt auch, wann die beiden zu Bett gehen. Wenn es ein Uhr Nachts ist kommt er zu ihnen und miaut so lange, bis alle zusammen schlafen gehen. Befinden sich dann nicht beide im Schlafzimmer, macht Huevo randale. Die beiden gehören seiner Meinung nach zusammen, und das immer! Dennoch kann Marta Nachts kaum an Hugo heran, da Huevo immer dicht an ihn gekuschelt und gerne zwischen den beiden liegt.

Das kennen wir doch irgendwoher … Gell, Jala!

 

Wir beschlossen wieder zu kommen und mehr von dieser besonderen Beziehung zu erfahren und Zeit mit diesen kostbaren Menschen zu verbringen. Also wird es bald eine Fortsetzung geben von Huevo, wie er zu seinem lustigen Namen kam und was für eine Kommunikation die kleine große Familie teilt.
Wir freuen uns schon sehr alle wieder zu treffen!

¡Feliz año nuevo!

* * * *

Alias: „Always! The good stories come at the end…“

On the 23rd of December we reached the city of Lleida in Catalonia. We wanted to work for a few hours in an internet cafe. Entering the old city, I , Tom, was quite mesmerized by exploring the architecture. Look, look! The church over here, and this building …
When we reached the marketplace, you could already see from a distance the little ‚market stall‘ with the sign of a white paw on a red background. Before that stall, a man with a Santa hat patroled. He made a good mood with his donation box!

We asked if he spoke English, but he just shook his head and pointed to the stall, telling us to go to Marta. That guy had been the charming Hugo, who can be very brave, and then again, very shy.
It was actually an amazing talk with Marta! For hours we had a conversation about their work for the shelter ‚Protectora Amics Dels Animals Del Segrià‘. That was the beginning of a friendship, right in the middle of Spain’s coldest city.

The next day, we were allowed to visit the shelter, where Hugo and Marta spend every free minute they have apart from the working life. Also, we met the enormously devoted Esther Rocafort. She has been voluntary working in the shelter for seven years. You can tell that the animals are part of her family! We did wonderful interviews with them and wholeheartedly thank you for that!

For the evening we went to eat together with Hugo and Marta, discussing this and that. The three of us were happy as children when finally, Hugo dared to speak English to us! Although he does not speak fluently (but actually understands everything, as we suspect!).

After dinner we went to smoke outside. This was, when the „real“ stories were served! The two knew what we were working on and that empowerment only begins when animals have a home, a family and a base of life. So, Marta started telling us about her own cats and showing photos. At some point, Hugo nudged her and said something in Spanish of which I only understood the word ‚agua‘. Both laughed and Marta told us about the black cat Huevo and his special connection with Hugo. The man understands the cat very well, even without a word. Both share a very intense relationship. Once, Huevo murmured in front of the bed at two o’clock in the morning. Apparently, to wake the two up. Hugo immediately blurted out: „There is no more water, he is thirsty!“ Understandably, Marta did not believe him, because such a thing never happened. He urged her to get up to fill the water bowl and fell back to sleep, grumbling. She got up and what she saw? Huevo was thirsty and not a drop of water was in the bowl. Immediately after drinking the cat rested peacefully.

Many little stories that made us curious …

Also, the black cat determines when it’s time for bed. When the clock turns 1am in the morning, he meows until they go to sleep together. And if not both of them are in the bedroom, Huevo goes a little bit nuts. In his opinion, the two of them belong together: Always! Nevertheless, Marta is hardly able to reach out for Hugo at night, as Huevo always cuddles close to him and likes to lie between them.

This reminded us of someone … well, Jala!

We decided to come back and learn more about their special relationship and spend time with these precious people. So, there will be a sequel to Huevo soon, how he got his funny name and what communication the little big family shares.
We are looking forward to meet you again!

¡Feliz año nuevo!

Tierarzt

Ahoi,

eine kurze Zwischenmeldung.

Garu hat ihre Arzttermine erfolgreich gemeistert.

Jala musste leider operiert werden. Eine als entzundene Talg-Dippel getarnte Form des Mastzelltumors wurde entfernt und ihre Schilddrüse hat eine Unterfunktion die jetzt tägliche Medikamentengabe erfordert. Vermutlich hängt Ersteres mit Letzterem auch bedingt zusammen.

Toll ist, dass auch zwei große Fettlipome weggenommen werden konnten und Jala die OP grandios überstanden hat! Bereits 3 Tage danach fühlt sie sich stark und wild wie eh und je.

Wir vollziehen gerade einige unterstützende Veränderungen für sie, von Ernährung bis Zeitplan.

Wir hoffen, dass es kein zu aggressiver Tumor ist und wir noch einge Monate bis Jahre mit der tollen Hundeomi teilen können.

Alles Liebe,
Lisa, Tom und Pfoten

Lisa Spitzer Take One

Heute haben wir Lisa Spitzer auf ihrem Hof in der verwinkelten Steiermark besucht. Und Tom war das erste Mal in seinem Leben Fotograf (in Ausbildung) mit einer Spiegelreflex Kamera!

Zur Person: Lisa Spitzer ist Pferdehalterin mit jahrelanger Erfahrung und hat unter anderem, nach der Ausbildung zur Pferdewirtin, bei Maksida Vogt gelernt. Sie schließt den Nutzen des Pferdes als Entertainmentobjekt für den Menschen aus, um ihm stattdessen einen größtmöglichen Rahmen an gesunder und gut-tuender Selbstbestimmung zu ermöglichen. Details hierzu folgen bestimmt im Film, oder können bedingt online recherchiert werden, besser noch: live besichtigt!

Bei einem ersten Gespräch waren wir schnell offen für einander. Und kamen prompt zu einer schwierigen Frage: Wie kann das Feedback derer aussehen, die sich mit ungewohnten Ideen und neuartigen Umgangsweisen gegenüber Tieren überfordert fühlen? In wie weit soll oder muss man dem entgegen kommen?

Geht man an die Öffentlichkeit, hat man eine gewisse Verantwortung mit aufkommenden Fragen umzugehen. Eine Art Rechtfertigungs-Verantwortung?

Anmerkung Lisa: Das ist ein heikles Thema zu dem ich gerne noch einen eigenen Eintrag gestalten möchte. Genauso wie zu der Frage, wie weit wir uns verantwortlich für unsere filmischen Aussagen sehen.

Aber nicht nur interessante Fragen kreuzten unseren Weg auf Lisas Hof. Auch manch vorwitzige Nase kam zum Vorschein!

Lisa ist eine wunderbare Erzählerin. Sie hat uns eine besondere Freude mit ihrer persönlichen Geschichte gemacht, bei der sich ihr Umgang mit Pferden kontinuierlich entwickelte. Bis sie sich schließlich vom eigentlichen Reiten immer mehr distanziert hatte.

Auf ihrem Hof haben die Pferde mehrere Hektar Weidefläche permanent zur Verfügung. Dazu kommt ein Dauerzugang zu Raufutter und verschiedenen Mineralien, um ihnen eine gesunde Ernährung zu ermöglichen, die sie bei entsprechendem Angebot selbst am besten kennen.

Ihre Pferde werden nicht mehr geritten, haben also im konventionellen Sinne „keinen Nutzen“. Lisa erzählte, wie sie mit ihnen spielt und wie sie auf die Angebote der Pferde eingeht. Nicht sie alleine gibt den Ton an, sondern vor allem die Tiere. Das Pferdeleben hat hier für sich selbst den größten Wert.

Danach ging das Gespräch auf der Weide schnell in Richtung Co-Selbstermächtigung. Also, wie man sich im Zusammenleben mit Pferden gegenseitig selbstermächtigt. Lisas Stute gesellte sich sofort in unsere Nähe als neugierige Zuhörerin.

Wir hatten eine Kamera dabei, haben jedoch nur fotografiert. Rückblickend: Echt schade! Denn da war dieser Moment zwischen ihr, den Pferden und ihren Worten …

Wir freuen uns schon auf unsere Rückkehr zu diesem schönen Hof.

Danke, Lisa!

Garu kommt mit!

Hallo Leute,

Heute haben wir mal wieder richtig Zeit für Garu!
Die letzten Tage waren so voll. Zu viel „Plan“ ergibt schnell mal einen Mangel an Beziehung und guter Verbindung. Wir kippen leichter in alte Muster und wollen etwas jetzt! haben, das noch nicht reif genug ist, dessen Fundament noch nicht steht.

Heute war der Tag des 5.ten Katzenspaziergangs mit Autofahrt (Hin- und zurück). Beim 4.ten Mal saßen wir eine Stunde im Auto und machten uns zum Clown der Wohnsiedlung, indem wir „Miiiieeez-miiiieeeeez, GaruuuUU!“ riefen. Mitten am hellichten Tage an fremden Menschen vorbei zu gehen ist noch eine echte Herausforderung für die schöne Graue. Aber irgendwann kommt sie. Oder lässt sich mit viel Herz helfen.

Später dann, unterwegs, strahlt sie förmlich. Mit größter Neugierde untersucht sie alle Gerüche des Waldes und wenn sie hinter Jala herläuft, kreiert sie ihren eigenen Parcour. Nur so zum Spaß. Links und rechts, immer wieder mit Anlauf einen Baum hoch und wieder hinunter. Stets der Hundeoma hinterher!

Fremde Menschen sind noch nicht so ihr Ding.
Darüber haben wir Letztens wieder viel gelernt: Was sie noch nicht selbst stemmen mag und kann, und worin sie bereits meisterhaft ist. Zum Beispiel beim Spazierengehen selbst!
Daher waren wir heute ganz entspannt in einem größeren Waldgebiet unterwegs, wo wenige Straßen und Menschen unsere Konzentration gebraucht haben. Wir konnten uns ganz dem Wachstum unseres Fundaments des Zusammenseins hingeben. Es hat richtig viel sinnlichen Spaß gemacht!

Grüße von hier nach da,
Lisa, Tom, Jala Garu

Ihr Erstes Mal

Wir teilen mit Euch Garus ersten Ausflug mit Lisa und Jala und unserem Auto „Kürbis“.
Es war erstaunlich einfach und erstaunlich schwer, Garu wieder ins Auto zu bekommen.

Unscharfe Bilder aus Videoausschnitten einer schlechten Handy-Kamera. Aber ihr wisst worums geht!

Umarmung